01.11.2005 | Sport + Mode

Sportriese setzt noch eins drauf


Engelhorn ist ein Name in der Sporthandelslandschaft, verbunden mit den Begriffen Einkaufserlebnis, Qualität und Trendbewusstsein. Das Traditionshaus in Mannheim präsentierte jetzt sein erweitertes Sporthaus, in das vier Millionen Euro investiert wurden. Das Ergebnis sind sieben Etagen pralles Sportsortiment mit dem Anspruch „das innovativste Sportgeschäft Europas“ zu sein.

Eifrig gezimmert und gewerkelt wurde bei engelhorn sports noch einen Tag vor der Wiedereröffnung. Während Handwerker dem Sporthaus den letzten Schliff gaben, erläuterten Fabian Engelhorn, geschäftsführender Gesellschafter der Engelhorn-Unternehmensgruppe sowie Norbert Bonn, Geschäftsführer des Sporthauses, während einer Pressekonferenz das neue „Outfit“ des Geschäfts. Sieben Monate hat die Umbauphase gedauert, wobei das Geschäft nur an diesem einen Tag vor der Eröffnung geschlossen wurde. Investiert hat das Unternehmen insgesamt vier Mio. Euro in den Um- und Ausbau um 700qm auf nun 9.500qm – womit Engelhorn Sports Deutschlands größte Sportverkaufsfläche vorweisen kann. Möglich wurde der Verkaufsflächengewinn durch die Auslagerung der Einkaufsabteilung in einen Anbau. „Wir haben nun durch den Umbau einen durchgehenden Raum auf allen sieben Etagen“, erklärte Engelhorn, „aber abgesehen von der Fläche erheben wir mit unserem neuen Gesicht den Anspruch, das innovativste Sporthaus Europas zu sein.“ Um diesen Anspruch zu belegen, nannte er etwa die 23m lange Laufstrecke innerhalb des Hauses, statt der üblichen Laufbänder. Des Weiteren wies er auf die Sportschuh-Maßschneiderung von MyAdidas hin. „Hier werden individuell Schuhe zugeschnitten, die der Kunde zwei Wochen später geliefert bekommt.“
Von dem Flächenzuwachs haben speziell die Bereiche profitiert, in denen Engelhorn das größte Wachstumspotenzial vermutet, wie etwa Wintersport, Damen-Fitness, Teamsport, Laufen, Golf und Kindersport.
Engelhorns Sportwelten sind insbesondere von Shop-in-Shops geprägt. „Bei unserem Konzept arbeiten wir generell mit wenigen Marken zusammen, wahrscheinlich weniger Marken, als mancher kleinere Sporthändler in seinem Sortiment hat“, so GF Bonn. Dafür wolle man in die Tiefe gehen, und zwar soweit, wie es das Hersteller-Angebot hergibt. So sollen selbst Ski-Freaks etwa mit Bambus-Ski von Bogner oder handgemachten „Brettern“ von Zai auf ihre Kosten kommen. Der hoc hochwertigen Ware, die bis in den Luxusbereich geht, hat Engelhorn natürlich auch sein Ladendesign angepasst. Mit dieser Aufgabe haben die Mannheimer das Stuttgarter Architekturbüro Blocher Blocher und Partner betraut. Ziel war es, mit zukunftsweisender Optik die Kompetenz Engelhorns – gerade auch im Hinblick auf die Fußball-WM 06 – zu unterstreichen. Kernstück der Innenarchitektur sei eine trendweisende Emotionalisierung der Segmente. Zum Ausdruck kommt dies durch ausdrucksstarke Farben und ausgefallene Materialien. Daneben informieren 35 Monitore über die jeweiligen Sportarten oder hauseigenen Kursangebote. Bonn hebt außerdem die „Softfakts“ hervor, die neben den „Hartfakts“ – wie Fläche oder Design Engelhorn ausmachen. Vor allem perfekter Service sei ein schlagkräftiger Faktor für die Kundenbindung. Der im Anbau integrierte Skiservice etwa koste den Kunden jetzt nur noch 30 – 60 Minuten. Darüber hinaus bietet Engelhorn neben Bergsport-, Ski-, Lauf- und NW-Kursen als kostenlosen Service auch GPS-, Lawinen- oder Knotenkurse an. Dass Engelhorn mit seinem Konzept gut fährt, beweisen die Umsatzzahlen von 41 Mio Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr, wobei man für dieses Jahr mit 6 – 8% rechnet. Wie

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