21.01.2006 | Rhein-Neckar-Zeitung

Die Menschen sind einfach nett hier miteinander

Richard Engelhorn engagiert sich als überzeugter Metropolianer sozial und kulturell - Der Kaufmann sieht die Region als "Marke"

Richard Engelhorn ist gebürtiger Mannheimer, ja er stammt gar aus einer alteingesessenen Mannheimer Unternehmerfamilie. Der Großvater hatte 1890 das Unternehmen auf den Mannheimer Planken gegründet. Da wundert es kaum, dass er sich vehement für seine Heimatstadt, die "so viel mehr zu bieten hat, als man als Nicht-Mannheimer glaubt". Doch das Engagement des Kaufmanns endet nicht an den Stadtgrenzen. Richard Engelhorn ist überzeugter "Metropolianer". Er glaubt felsenfest daran, dass der Regionengedanke, wie er sich in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar gerade manifestiert, alle daran Beteiligten voran- bringen kann.

Gerade hat das Haus Engelhorn einen aufwändigen, großformatigen und auf edlem Papier gedruckten Informationskatalog für seine Kunden und Geschäftspartner herstellen lassen. Und aus dem darin dargestellten Unternehmensportrait ist flugs ein Regionenportrait geworden. Auch so kann man die Region unterstützen, indem man nämlich firmeneigenes Marketing mit der Außendarstellung des Rhein-Neckar-Raumes kombiniert.

"Wir verkaufen uns als Stadt und als Region unter "Wert", so Engelhorn. "Wenn Mitarbeiter großer Unternehmen nach Mannheim versetzt werden, weinen sie. Weil sie von Mannheim nur Vorurteile haben. Wenn sie wieder weg müssen weinen sie auch. Weil sie einen geselligen Menschenschlag kennen gelernt haben. Die Menschen sind einfach nett hier miteinander. Ob in der Pfalz, in der Quadratestadt oder der Altstadt von Heidelberg", lächelt er.

Seine Liebe zur Quadratestadt und zur Kurpfalz sind keineswegs nur Lippenbekenntnisse. Richard Engelhorn, der in der Regionalmarketing GmbH engagiert mitarbeitet, sitzt in allen denkbaren Förderausschüssen - vom Nationaltheater bis zu den Reiss-Engelhorn-Museen, die ihren Namen allerdings nach einem anderen Gönner gleichen Nachnamens erhalten haben. Er unterstützt die Mannheimer Kunsthalle, die Renovierung eines Hörsaales in der Schloss-Universität hat er finanziert. Im vergangenen Jahr erhielt Richard Engelhorn den urbanicom Preis, mit dem sein herausragendes Engagement für die Stadt Mannheim und die Rhein-Neckar-Region gewürdigt wird.

Dass sein soziales Engagement auch weit über die Region hinaus reicht, beweist seine Unterstützung flutgeschädigter Betriebe im Osten 2003. Ein weiteres Produkt seiner regionalen Verbundenheit ist der Initiativkreis Mannheim zur Förderung des Ansehens der Stadt Mannheim als Kultur- und Wirtschaftsmetropole. Warum er das tut? "Ich habe mich einfach gefragt: Was kann man tun?". Die Antwort darauf ist sein lokales und regionales Engagement.

Unternehmer-Engagement
2001 wurde die Stadtmarketing Mannheim GmbH als Public Private Partnership gegründet. Aufsichtsratsvorsitzender ist Dr. Jürgen Schwiezer, den wir Anfang dieser Woche in der RNZ-Serie "Unternehmer engagieren sich" vorstellten. Richard Engelhorn ist einer von 15 Gesellschaftern. 49 Prozent der Anteile der Gesellschaft liegen bei der Stadt Mannheim, 51 Prozent bei derzeit 15 privaten Gesellschaftern und 13 Sponsoren. Damit übernimmt die Privatwirtschaft in hohem Maße Verantwortung für die Zukunft der Stadt.

Neben den Gesellschaftern und Sponsoren mit ihrer finanziellen Unterstützung, bringen sich noch fünf Beiräte mit ihrem Wissen und ihrer fachlichen Kompetenz in die Arbeit des Stadtmarketings ein: Wirtschaftsbeirat, Lenkungsbeirat, Visionsbeirat, Projektbeirat und Zukunftsbeirat. Sie diskutieren übergreifende Themen und geben Input für neue Projekte.

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