08.03.2006 | Mannheimer Morgen

Engelhorn will hoch hinaus

Mannheimer Modespezialist mit neuem Haus für Accessoires

Mannheim. Noch ist der Name „Premium“
für das jüngste Kind der Engelhorn-Gruppe nicht endgültig, doch er weist schon in
die Richtung, in der das neue Haus des Mannheimer Modespezialisten angesiedelt
werden soll. „Premium“ steht für hochwertig und erstklassig, und vor allem im Exquisit-Bereich bewegt sich denn auch das Angebot, das ab Februar nächsten Jahres
die Bewohner der Metropolregion Rhein-Neckar anziehen soll. Auf acht Etagen (inklusive zwei Kellergeschosse) sollen in dem Gebäude, das an der Stelle des ehemaligen
Salamander-Geschäfts neben dem Stammhaus auf den Mannheimer Planken errichtet wird, vor allem Accessoires wie Taschen, Schuhe und Schals angeboten werden. Außerdem soll es in dem Haus, das mit dem Hauptgeschäft verbunden sein wird, auch Kinderkleidung und Designermode geben. In den beiden obersten Etagen wird ein Restaurant seine Pforten öffnen, für dessen gute Küche ein Spitzenkoch aus der Region garantieren soll, wie Richard Engelhorn, geschäftsführender Gesellschafter des Mannheimer Modehauses berichtet. Es
wird auch abends geöffnet sein und im Sommer mit einer Terrasse die Gäste locken. Rund 4 Mio. Euro nimmt die Familie für die Investitionen in die Hand.
Richard Engelhorn hofft, dass die außergewöhnliche moderne, lichtdurchflutete
Fassade bei den Mannheimern Anklang findet. „Schließlich dürfen wir als Metropolregion nicht mehr so provinziell daherkommen wie bisher so manches Mal.“ Der
seit Mitte Februar um 800 auf 2400 qm erweiterte Designer-Mode-Bereich im
Stammhaus ziehe sogar Besucher aus Frankfurt und Stuttgart an und werde sehr
gut angenommen. „Insgesamt haben wir den Eindruck, dass sich die Stimmungslage
gebessert hat“, fällt seine Bilanz des letzten Geschäftsjahres positiv aus. Die Umsätze
2005/2006 (per 28.2.) zogen um 7 bis 8 Prozent an. Im Vorjahr lagen die Einnahmen
bei 130,5 Mio. Euro. Allerdings hätten die Räumungsverkäufe wegen der Umbauten
im Engelhorn Stammhaus und der Erweiterung der Golf- und Laufschuh-Abteilung
bei Engelhorn Sports die Umsätze sicher auch angekurbelt. Die Erträge hätten
ebenfalls noch einmal kräftig zugelegt, sie waren schon 2004/2005 von 350 000 auf
658000 Euro gestiegen.Die Politik, bei der Angebotspalette sowohl auf preiswertere Marken zu setzen als auch den ausgesprochen anspruchsvollen Kunden zu bedienen, habe sich bewährt. Die mittelpreisigen Sortimente seien einfach verschwunden. Und auch bei den Arbeitsplätzen hat er Positives zu vermelden: Im letzten Jahr entstanden wegen des Ausbaus im Stamm- und im Sporthaus 35 neue Stellen. Das Accessoires-Haus wird noch
einmal 50 neue Jobs bringen. „Neben dieser Investition planen wir auch noch eine
Generalüberholung des Haupthauses“, so Engelhorn. „Dann haben wir zum Stadtjubiläum die Hausaufgaben gemacht.“

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