28.04.2006 | Mannheimer Morgen

König Fußball regiert die Werbe-Gala

„Mannheimer Morgen“ zeichnet die kreativsten Köpfe aus / Steilvorlage für die Inserenten
Die Bayern weg, der AC Milan ausgeschieden, die „Königlichen“ aus Madrid sogar schon ganz früh über Arroganz und Ambitionen gestolpert ­ die Luft ist dünn dort oben an der Spitze. Wer in die entscheidende Runde will, muss viel drauf haben, muss ideenreich, kreativ und in allen Mannschaftsteilen bestens besetzt sein. Wie die Unternehmen und Agenturen, die sich mit ihren Anzeigen als Monatssieger qualifizierten. Wenn echte Champions wie sie antreten, dann brennt die Luft im Stadion: Die Gala des „Mannheimer Morgen“ zur Auszeichnung „Anzeige des Jahres 2005“ in der Bopp&Reuther-Halle ­ das erste große Finale im Jahr der „WM“.
Der Kenner weiß: „Wichtig is' auf'm Platz“ ­ und den hat man exzellent vorbereitet für das Endspiel: Ein wie mit der Nagelschere geschnittener Rollrasen bedeckt die Bühne, von Eckfahne zu Eckfahne zieht der Wart mit dem Kreidewagen exakt seine Markierungen entlang der Außenlinie, davor erheben sich steil die Tribünenblocks mit den blauen Klappsitzen, aus den Kurven weht ein vieltausendstimmiges „You never walk alone“ ­ eine majestätische Hymne auf den „König“, der ab 9. Juni die Stadien der Republik regiert. Fast ist es so, als habe das „MM“-Organisations-Kommittee um Anzeigenleiter Gerhard Haeberle den „Geist von Spiez“ beschworen, keiner der über 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur kann sich dem Faszinosum Fußball entziehen, das Leitmotiv der Gala ­ perfekt bis ins Detail inszeniert. An alles hat man gedacht, sogar an die Ordner in ihren orange-farbenen Leibchen, an die Bockwurstbude am Stadion-Eingang, an den Fanshop von Engelhorn und „MM“, wo sich das Fußballvolk zugunsten der Stadt-Wette mit Kick-Devotionalien ausstaffiert.
Heimspielatmosphäre pur ­ ein würdiger Rahmen für die Champions und die Gäste, die der „MM-Teamchef“, Geschäftsführer Dr. Björn Jansen, begrüßt und auf das Finale einstimmt. Jansen nimmt gekonnt den Ball auf, mit virtuosen Wort-Dribblings spielt er sich mitten hinein in die Fußball-WM, die Metropolregion und die Stadt. „Mit ihr ist unser Haus stets eng verbunden, sie lebt und pulsiert, und ich kann Ihnen nicht ohne Stolz berichten, dass das auch für unser Unternehmen gilt“. Der Dr. Haas-Konzern, die Muttergesellschaft des „MM“, habe 2005 eines der besten Ergebnisse der letzten 15 Jahre erzielt, immer wieder greife man neue Produktideen auf und entwickle diese mit Erfolg.
Beste Ergebnisse, neue Ideen, Erfolg ­ eine verbale Steilvorlage für Gerhard Haeberle, der nacheinander die Champions in den Anspielkreis bittet. Zwölf „Anzeigen des Monats“, zwölf Laudatoren, zwölf Trophäen. Wer sie holt, der lobt sein Team und weiß, wem er seinen Triumph verdankt: Den „MM“-Lesern, sie haben die Gewinner mit ihren Stimmen zum Sieg geführt. Wer beim Endspiel in Berlin die Favoritenrolle übernimmt, verkündet die „Mannheim WM-Band“ dann mit Pauken und Trompeten: „Brasil“ reißt die Zuschauer von den Sitzen, zwölf Musiker aus zwölf Nationen, alle austrainiert und laufstark.
Den „Cup“ in Mannheim, den Preis für die „Anzeige des Jahres“, reckt nach einem hochklassigen Finale die Mannschaft von Engelhorn in die Höhe. Ihr auf Rosen gebettetes „Danke“ an die Kunden für die Treue und die Geduld während des Umbaus des Hauses rührte die „MM“-Leser. „Eine sehr emotionale Anzeige“, bekennt Engelhorn-Chef Andreas Hilgenstock, „eine, die aus ganzem Herzen kam“. Nie habe man spontaner Werbung geschaltet, „es ist wunderbar, dass wir zum ersten Mal diese Auszeichnung holen.“
Freude pur bei den Zweiten, Fenster&Rolladen Wipfler. Ralf Wipfler nimmt richtig glücklich den Preis für das Motiv „Auch Sie werden unsere Fenster lieben“ aus den Händen von Oberbürgermeister Gerhard Widder und Dr. Björn Jansen entgegen. Sie zeichnen auch die BASF aus, mit „Kopfarbeit“ hat sich der Chemie-Weltmeister, für den Elisabeth Schick die Trophäe entgegennimmt, Bronze gesichert.
Die Analyse der Partie ist dann dem Stadtoberhaupt vorbehalten: „Das war WM-reif“, lobt Widder Ausrichter und Akteure, da müsse es doch gelingen, endlich wieder Spitzenfußball in die Stadt und die Region zu holen. So mancher, der sich beim „Nachspiel“ vom Dorint-Team kulinarisch verwöhnen lässt und der grandiosen Band der Pop-Akademie lauscht, denkt sich da auf gut Mannemerisch: „Alla Hopp“.

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