22.02.2007 | Die Rheinpfalz

„Wir wollen die erste Adresse bleiben“

engelhorn eröffnet umgestaltetes Modehaus und angrenzenden Neubau auf den Planken–Rund 13 Millionen Euro investiert

Neun Monatelang wurde das Modehaus Engelhorn auf den Planken umgestaltet, jetzt haben die Arbeiter das siebengeschossige Gebäude endgültig verlassen. Ab heute zeigt sich das Familienunternehmen mit einem neuen Auftritt in der Fußgängerzone. Gleichzeitig eröffnet der angrenzende Neubau, der das Quadrat O5 komplettiert. Insgesamt 13 Millionen Euro wurden investiert. „Wir glauben an die Metropolregion und wir glauben an Mannheim als Einkaufszentrum“, begründet der geschäftsführende Gesellschafter Richard Engelhorn das Engagement des Unternehmens. In der gesamten Stadt sei viel in Bewegung gekommen. „Und als alteingesessene Familie wollen wir die erste Adresse bleiben, deshalb haben wir aufgerüstet.“ Durch die Entscheidung für einen kompletten Neubau im früheren Salamander-Gebäude am Eck habe sich die Notwendigkeit ergeben, das angrenzende alte Modehaus zu renovieren. Die Kunden hätten sich während der rund neunmonatigen Umbauphase bei laufendem Verkauf nicht sehr wohlgefühlt, aber es habe sich gelohnt. Auffallend ist vor allem die Fassade des Neubaus. „Das ist ein Höhepunkt auf den Planken und in der Stadt“, ist Engelhorn überzeugt. Mit dem Architekten sei man durch die Welt gereist, um sich Eindrücke aus den wichtigsten Einkaufsstädten zu holen. Danach sei klar gewesen, dass die zunächst geplante Fortsetzung der Haupthaus-Fassade nicht mehr zeitgemäß gewesen wäre. In diesem Zusammenhang begrüßte der Unternehmer ausdrücklich die Investitionen der Konkurrenz wie Peek&Cloppenburg, die in zwei Wochen ihr „Weltstadthaus“ ganz in der Nähe eröffnen. „Wir freuen uns, wenn die Stadt sich gut entwickelt.“
Im Neubau dreht sich unter dem Namen „acc/ess“ auf sechs Geschossen und rund 2000 Quadratmetern alles um hochwertige Schuhe und Accessoires. Die beiden obersten Stockwerke gehören dem bereits eröffneten Restaurant „Le Corange“. Übergangslos gelangt man auf jeder Etage ins bisherige Modehaus. Auch dessen 15.000 Quadratmeter auf sieben Geschossen zeigen sich in einem neuen Erscheinungsbild. So hat eine großzügigere Raumgestaltung zur Folge, dass 20 Prozent weniger Ware präsentiert wird. „Uns ging es darum, die Unverwechselbarkeit von Engelhorn herauszustellen und die Marke zu unterstreichen“, sagt Architekt Dieter Blocher.
Für das neue Geschäft „acc/ess“ wurden 100 Mitarbeiter eingestellt. Angaben über die erwartete Entwicklung des Umsatzes wollte der geschäftsführende Gesellschafter nicht machen. Die Engelhorn-Gruppe, zu der unter anderem das Sporthaus auf den Kapuzinerplanken gehört, beschäftigt 1350 Mitarbeiter und hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 160 Millionen Euro gemacht.

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