09.06.2007 | Mannheimer Morgen

Anatoli Karpow

"Der wird es nie zu etwas bringen", lautete der Kommentar der Schachlegende Michail Botwinnik nach einer Simultanvorstellung, an der der zwölfjährige Anatoli teilnahm. Eine Fehleinschätzung. Zwölf Jahre später, 1975, wurde Anatoli Jewgenjewitsch Karpow Weltmeister. Allerdings am grünen Tisch, da es sein Gegner Bobby Fischer abgelehnt hatte, den Titel zu verteidigen. In der Folge bewies Karpow, dass er den Titel zurecht erhielt. Er verteidigte ihn mehrfach, verlor ihn 1985 an seinen späteren Dauerrivalen Garry Kasparow, holte ihn aber 1998 erneut. Zudem gilt er als der Weltmeister, der die meisten bedeutenden Turniere für sich entschied. Karpow wurde am 23. Mai 1951 in Slatoust, einem Städtchen im Ural geboren. Neben dem Schach zählt er die Philatelistik zu seiner Passion, von seiner Briefmarkensammlung werden Legenden erzählt. Karpow engagiert sich in der Jugendbildung und im Naturschutz.

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