08.09.2009 | Rhein-Neckar-Zeitung

Warten auf den Feldherrn

In etwa vier Wochen wird es soweit sein, dann hält der legendäre Feldherr Alexander der Große Einzug in die Reiss-Engelhorn-Museen (rem). Momentan wird mit Hochdruck vorbereitet, ausgepackt. eingerichtet. Die Ausstellung "Alexander der Große und die Öffnung der Welt Asiens Kulturen im Wandel" ist noch nicht vollständig, die meisten Ausstellungsstücke sind noch nicht im Museum in Mannheim eingetroffen. Vielmehr sind die Ausstellungsmacher und Handwerker noch damit beschäftigt, die Inszenierung der Präsentation vorzubereiten.

Dazu gehört neben realen Einbauten auch der Aufbau einer virtuelle Rekonstruktion an Bildschirmen in Spielfilmqualität wie Alexander Schubert, Pressechef des rem erläutert. Die Ausstellung wird insgesamt stärker inszeniert werden, als bei den Reiss-Engelhorn-Museen üblich. "Es wird keine Vitrinen-Ausstellung, aber allzu stark vom Ausstellungsstück möchten wir auch wieder nicht ablenken", schildert Schubert den angestrebten Mittelweg zwischen publikumswirksamer Inszenierung und objektbezogener Präsentation. Die Ausstellung widmet sich dem kurzen Leben Alexanders des Großen und seiner Zeit. Nur 33 Jahre wurde der begnadete Kriegsherr alt, der von Sieg zu Sieg eilte und innerhalb von elf Jahren ein Weltreich schuf, das vom heutigen Griechenland bis Indien reichte. Er starb 323 v. Chr. ohne Nachkommen. Sein Weltreich zerfiel so schnell, wie es entstand. Die meisten Ausstellungsstücke erreichen Mannheim erst kurz vor Ausstellungsbeginn am 3. Oktober. Eine bedeutende Alexander-Büste aus Erbach wird aber bereits am kommenden Freitag in Mannheim erwartet.

Begleitend zur internationalen Sonderausstellung "Alexander der Große" zeigt engelhorn Mode im Quadrat vom 2. bis 31. Oktober 2009 im Kunstkubus des vierten Obergeschosses Reisefotografien des 19. Jahrhunderts aus den Beständen des Forums Internationale Photographie. Die Ausstellung "Am Fuße der Akropolis – Das Licht Hellas" spiegelt eindrucksvoll das Bild des historischen Griechenlands wider.

Außerdem bieten die Reiss-Engelhorn-Museen ihren Besuchern ab dem 26. November dieses Jahres ein weiteres großes Ausstellungserlebnis im Zeughaus. Die Schau "Das Gold der Steppe. Fürstenschätze jenseits des Alexanderreichs" zeigt einzigartige Hinterlassenschaften der Völker, die am Rand des Alexanderreichs lebten. Lange vor den Hunnen und Mongolen lebten dort Skythen und Sarmaten. Diese geheimnisvollen Steppenbewohner haben keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen, dafür aber Artefakte ihrer unglaublich hoch entwickelten Kultur.

Info: "Alexander der Große" in rem, 3. Oktober bis 21. Februar 2010.

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