04.03.2010 | Wochenblatt Mannheim

"Stiften macht Spaß"

Dietmar Hopp, Initiativpreisträger 2010

1997 wurde der Initiativpreis erstmals vergeben. Geehrt mit der maßstabsgetreuen Nachbildung des Grupello-Brunnens (das Original steht auf dem Mannheimer Paradeplatz) werden Personen aus Mannheim und/oder der Metropolregion, welche mit ihrem Engagement einen fortschrittlichen oder auch sozialen Beitrag für das Gemeinwesen
geleistet haben. Den in unregelmäßigen Abständen vergebenen Preis erhält am heutigen Mittwoch im Rittersaal des Mannheimer Schlosses
Dietmar Hopp. Wochenblatt-Redakteur Peter Engelhardt sprach mit dem großen Förderer und Mäzen über die Ehrung und sein vielfältiges Engagement.

???: Bei allem Engagement für die Metropolregion - Wie sehr liegt Ihnen
Mannheim am Herzen?
Dietmar Hopp: Mannheim ist eine Stadt, der ich immer sehr verbunden sein werde. In O 7 hatte die SAP ihr allererstes Büro, es ist die Wiege meines beruflichen Erfolges. Die Adler gehören für mich zu Mannheim. Seit mein Sohn mich vor nunmehr zwölf Jahren bat, den Adlern helfen, war mir das eine Herzensangelegenheit. Inzwischen gibt es eine SAP Arena, auch sie wurde zum Aushängeschild der Stadt. Mit der TSG Hoffenheim hatten wir in der ersten Herbstserie unseres Aufstiegsjahres im Carl-Benz-Stadion eine tolle Zeit. Und die Zusammenarbeit mit den Oberbürgermeistern Gerhard
Widder und Dr. Peter Kurz war bislang sehr gut.

???: Welches Ihrer vielen Engagements ist Ihnen das Wichtigste?
Hopp: Es ist schwierig, da eine Rangliste zu erstellen. Die medizinischen
liegen mir sicherlich sehr am Herzen, gerade wenn man sieht, wie viel Leid es zu lindern gilt. Aber als meine Hoffenheimer aufgestiegen sind, da war mir dieses Projekt am wichtigsten. Es kommt immer auf die Intensität
des Projektes an.

???: Sie haben der Metropolregion viel Gutes getan. Wie sind die
Rückmeldungen?
Hopp: Es ist richtig, dass sich das Engagement meiner Stiftung die
Metropolregion Rhein-Neckar konzentriert. Hier bin ich aufgewachsen,
hier sind die Wurzeln meines Erfolgs und hier fühle ich mich wohl. Deswegen möchte ich der Region etwas zurückgeben. Durch diese Fokussierung sind Auswirkungen meines Engagements greifbar und sichtbar. Persönlich berühren mich besonders Rückmeldungen von Kindern, die von medizinischen, sozialen, sportlichen oder Bildungsprojekten der Stiftung profitiert haben.

???: Aus welchem Antrieb heraus haben Sie sich 1995 entschlossen, Ihre Stiftung ins Leben zu rufen?
Hopp: Was ist wirklich wichtig im Leben? Meine Antwort lautet: die Gesundheit. Diese Erkenntnis führten in der konkreten Umsetzung dazu, dass ich für wissenschaftliche Forschungsprojekte in der Krebsforschung und für Projekte der Kinder und Jugendmedizin gespendet habe. Das war
der Beginn. Meine Engagements in diesen und anderen Bereichen mündeten 1995 in der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung. Ich empfand diesen Schritt als folgerichtig. Die Stiftung bündelt und begleitet meine gemeinnützigen Aktivitäten. Ich kann nur sagen: Es war eine damals eine gute Entscheidung und Stiften macht Spaß.

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