21.02.2011 | Mannheimer Morgen

Kreativdirektorin kehrt zurück zu den Wurzeln

Mode: Viktoria Strehle vom Modelabel Strenesse besucht Engelhorn

Zurück zu den Wurzeln ihrer Karriere kehrte Viktoria Strehle, Creative Director der Modemarke Strenesse Blue, bei einem Besuch im Modehaus Engelhorn. Nach der Schule hatte die 34-jährige Tochter des Strenesse-
Vorstandschefs Gerd Strehle, die in Nürnberg aufgewachsen ist, hier eine dreijährige Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert.

„Hier habe ich alles gelernt, angefangen von: Wie muss die Ware hängen, wie der Bügel“, erinnert sich die aparte Chefin der Modelinie. Von Mannheim führte auch sie ihr Weg ins Ausland, erst nach New York zum Kaufhaus Saks 5th Avenue, später nach London zu Harrods und 2003 wieder zurück ins bayrische Nördlingen. Am Sitz des Familienunternehmens übernimmt sie erst die Leitung der Flagship-Stores, dann die Sparte Accessoires. Seit 2008 ist sie als Creative Director Leiterin des Designer-Teams von Strenesse Blue, der jungen Linie. Für die Hauptlinie ist seit vielen Jahren ihre Stiefmutter Gabriele Strehle verantwortlich.

Zum Zeichenstift greift Viktoria Strehle selbst nicht, gibt aber Anregungen, Ideen und Konzepte weiter an ihr Team. „Inspirationen erhalte ich aus dem täglichen Leben“, erläutert sie, „das kann ein Film sein oder eine Frau, die ich in Tokio sehe“.

In Mannheim hält sich Viktoria Strehle nicht mit großen Ausführungen auf, sondern begibt sich umgehend zur Beratung der Kundinnen. Die Sommerkollektion bietet vorwiegend dezente Farben: Saphir, Sage (ein graues Beige), Camel und Nude (ein pudriges beiges Rosé). Die Schnitte sind wie immer körpernah, auch wenn es um weite, weich fallende Oberteile geht, aber nie hauteng. Dazu gibt es gerade geschnittene Hosen, oft auf Siebenachtel-Länge gekürzt. Rüschen, graphische und Blümchenmuster sowie Schriftprints lockern auf.

Die Kundinnen scharen sich um Viktoria Strehle, lassen sich beraten und kaufen. Ulrike Leistenschneider aus Ludwigshafen und Daniela Fischer aus Lambsheim in der Pfalz freuen sich über das erneute Treffen: Sie kennen sich nur vom Einkaufen hier in Mannheim. Und das zeigt Wirkung: „Wir werden oft wegen unserer Kleidung angesprochen – selbst in Berlin“.

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