02.07.2012 | Mannheimer Morgen

Afrikanische Läufer holen Pokale

Sport: Stadtlauf-Zuspruch wegen heißer Witterung etwas niedriger als in Vorjahren / 31 Teilnehmer bei Elitelauf

An den Kenianern kommt läuferisch niemand vorbei. Auch beim 17. Ludwigshafener Stadtlauf machten dien Athleten aus dem ostafrikanischen Staat den Sieg unter sich aus: Schnellester Läufer beim Elitelauf war James Barmasai. Mit 28:16 Minuten kam der diesjährige Sieger des Belgrader Marathons nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen knapp vor seinem Landsmann Leonard Langat ins Ziel. Der brauchte für die 9600 Meter lange Strecke nur zwei Sekunden mehr. Dritter wurde der Äthiopier Tola Bane mit 28:20. Der deutsche Halbmarathonmeister Stefan Koch von der TUSEM Essen kam als bester deutscher Läufer mit 28:35 Minuten auf den fünften Platz. Der argentinische Gastläufer Matias Schiel landete abgeschlagen auf dem 13. Platz. Als schnellste Frau kam die Weißrussin Aleksandra Duliba mit einer Zeit von 32:16 ins Ziel, vor Lisa Hahner (32:26) und der Kenianerin Lydia Rutto (33:16). Wie bei den Männern, war auch das kein neuer Streckenrekord. Angesichts der Hitze war das aber auch nicht zu erwarten. Insgesamt gingen im Elitelauf 31 Läuferinnen und Läufer der nationalen und internationalen Spitzenklasse an den Start.

Eine Stunde später fiel der Startschuss für rund 600 Teilnehmer am Volkslauf über 7200 Meter. Nach 24:07 Minuten kam Holger Exner vom Engelhorn Sports Team/TV Schriesheim als Erster ins Ziel. Schnellste Frau war Laura Mees (Team MTGMannheim/Engelhorn Sports) mit 28:05 Minuten. Zahlreiche Zuschauer am Streckenrand feuerten die Läufer lautstark an, und die konnten es mit jeder Runde mehr gebrauchen. „Ums Gewinnen geht es mir nicht“, sagte Stefan Veth (46) aus Böhl-Iggelheim kurz vor dem Start. „Ich will mich nur auf den nächsten Halbmarathon vorbereiten und öglichst meine Bestzeit verbessern.“ Prominenteste Läufer aus Ludwigshafen waren die Stadtvorstände Wolfgang van Vliet und Dieter Feid. „Ich werde ihn vor mir hertreiben“, gab sich van Vliet kämpferisch. Später kamen sie dann aber Hand in Hand ins Ziel – menschlich wie politisch ein sehr schönes Bild.

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