21.06.2008 | Mannheimer Morgen

Ballett im Schaufenster

Nationaltheater: engelhorn zeigt Kostüme

Edle Seide, leichtes Leinen oder Baumwolle – was die Mitglieder des Ballettensembles des Nationaltheaters tragen, ist derzeit bei engelhorn zu sehen. In den Schaufenstern des Modehauses, die zu den Kapuzinerplanken hin zeigen, werden auf Schaufensterpuppen erstmals die Kostüme gezeigt.
„Es sind alles Originale“, betont Eva Wagner, die Ballettmanagerin. Aber da die Stücke ja weiter auf dem Spielplan stehen, wurden die Kostüme der Zweitbesetzung für die Ausstellung verwendet: „Da das Verletzungsrisiko bei uns ja hoch ist, gibt es ale Kostüme doppelt, und auch die Rollen werden mehrfach einstudiert, damit immer jemand einspringen kann“, erläutert sie.

Fantasievolle Muster
Illustriert jeweils mit dahinter aufgehängten großformatigen Fotos aus den Inszenierungen sowie verschiedenen Informationen zu den Kostümbildnerinnen, sieht man in den Schaufenstern die fantasievollen Muster der von Tatyana van Walsum geschaffenen Kostüme der jüngsten Ballettproduktion „Résonances Chopin“, aber auch aus zwei weiteren Inszenierungen: „Eine Stunde Zehn (Liz Vandal) und „Delta Blues“ (Janine Werthheim), die alle auch in der nächsten Spielzeit wieder aufgenommen werden.
Aber auch was die Tänzer bei der Uraufführung von „Per Du II mit Wolfgang, Arnold & Joseph“ getragen haben, ist zu sehen. Bei diesem dreiteiligen Ballettabend von Kevin O'Day und Robert Glumbek hatte das Ballett erstmals mit dem Modelabel Dorothee Schuhmacher kooperiert, das die Kostüme gemeinsam mit der Kostümabteilung des Nationaltheaters geschaffen hatte. Die Mannheimer Firma Schuhmacher ist, seit sie für den Hollywoodfilm „Der Teufel trägt Prada“ gearbeitet hat, nicht nur unter Modefans ein Begriff.

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