21.09.2004 | Mannheimer Morgen

Rosa und Blau sind wieder angesagt

Kinder-Modenschau bei Engelhorn verzückt Eltern

Schon von weitem konnte man das rhythmische Klatschen und die spitzen Jubelschreie hören,
die aus dem Untergeschoss des Bekleidungshauses Engelhorn, drangen. Eine Kinder-Modenschau,
die die Herbst- und Winterkollektion präsentierte, versetzte Eltern und Zuschauer in Entzücken.

Etwa 25 Mamas, Papas, Omas und Opas und fast so viele Kameraobjektive richteten ihre Blicke
auf dicke Parkas mit Kunstpelz-Applikationen, lange, elegante Röcke, olivgrüne Mützen, lässig um
die Schulter geworfene Schals und rosa Stiefel.

Überhaupt rosa: Kein Mädchen, an dem nicht irgendwo diese Farbe hervor schimmerte. „Mit pink und bleu können Sie nichts falsch machen“, erklärte Moderatorin Katrin Hamata. Die klassischen Mädchen- und Jungenfarben sind wieder der Renner, wobei sich die Jungs auch in rote Sachen trauen. Ansonsten dominierten bei der Modenschau mit braun und orange Farben herbstliche Farben.

Als Dankeschön gab es für jeden der jungen Teilnehmer ein edles Marken T-Shirt.
Jeder Auftritt wurde von den Erwachsenen frenetisch bejubelt, besonders von den ganz Kleinen, die sich gegenseitig an den Händen hielten. Fast wie richtige Models wandelten die Kinder und Schüler im Alter zwischen drei und 13 Jahren da zu Popmusik über den Catwalk : Lächeln, Gang und die Extra-Drehung vor dem Abgang – alles wirkte sehr professionell und doch nicht einstudiert. Nur das Umziehen funktionierte noch nicht so schnell wie in Paris und Mailand, aber dafür gab es ja Zauberkünstler Klaus Klamauk, der die Kinder in den Pausen mit seinen Tricks in den Bann zog. Anderthalb Stunden lang hatten Moderatorin Hamata und Bärbel Lang, die beide den Einkauf in der Kinderabteilung leiten, mit den Kindern geprobt, und dabei viel Wert auf eine natürliche Ausstrahlung gelegt.

Allesamt waren die 20 jungen Models Kinder von Mitarbeitern und Stammkunden – und alle hatten sie großes Lampenfieber vor dem Auftritt. Doch schließlich traute sich jeder auf die Bühne, und die anfängliche Schüchternheit war schnell abgelegt. Manche, so glaubte man, genossen es am Ende richtig, sich zu präsentieren.
Zum Schluss gaben drei Models zum „Ketchup-Song“ sogar eine kleine Tanzeinlage. Nur eine Mädchen sah es nicht immer ein, worüber die Erwachsenen da so einen Aufstand machten, kehrte nach ein Paar Metern wieder um und zog ihre gleichaltrigen Begleiterin kurzerhand mit – was großes Gelächter auslöste.

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