11.04.2011 | Mannheimer Morgen

Erst siegen und dann mit Klein-Sophia kuscheln

Leichtathletik: Luca Bongiovanni und Fredericke Kallenberg die Schnellsten beim TSV Sandhofen

MANNHEIM. Die einen laufen sich ausgiebig aus, doch Luca Bongiovanni hatte nach seinem Sieg beim 25. Sandhofer Straßenlauf über 10 Kilometer eine andere Strategie zur Entspannung: Kuscheln mit Töchterchen Sophia. Den fünf Monate alten Wonneproppen auf dem Schoß, nahm er die Glückwünsche der Konkurrenz entgegen und ließ sich die Sonne auf die Nase scheinen. Mit Platz zwei beim Auftakt des Drei-Länder-Cups in Brühl Mitte März und der Spitzenplatzierung zum Start des engelhorn-sports- Laufcups in Sandhofen liegt Bongiovanni damit schon früh auf Kurs. „Diese Laufserien habe ich im Blick“, verriet der Läufer des TV Schriesheim / engelhorn sports team seine Ziele für diese Saison. Zudem soll über 10 000 Meter auf der Bahn die 31-Minuten-Marke fallen. „Eigentlich war die Halbmarathon-Meisterschaft geplant, aber dafür habe ich im Winter zu wenig trainiert.“

Lothar Leder auf Platz zehn
In Sandhofen verhinderte laut Bongiovanni auch der Wind auf den letzten drei Kilometern eine bessere Zeit als die 32:31 Minuten. Platz eins vor dem Karlsruher Triathleten Fabian Rahn (32:56 min) und dem Mannheimer Sebastian Keinert (33:39 min) war aber letztlich ungefährdet. „Auf der zweiten Runde konnte ich mich dann richtig absetzen“, berichtete Bongiovanni, der bereits nach 5000 Metern zehn Sekunden Vorsprung hatte. Mit fünf Läufern unter den Top Ten dominierte das engelhorn sports team den Hauptlauf, als Zehnter schaffte es auch noch Triathlon-Großmeister Lothar Leder (35:04 min) unter die Besten.

Bei den Frauen lief Fredericke Kallenberg (36:06 min/LAC Pliezhausen) ein starkes und einsames Rennen vor Birgit Pfisterer (Walldorf/40:02 min) und Ottilie Nitsche (SG Nußloch/40:33 min). „Aber einsam ist relativ“, lachte die Siegerin. „Ich hatte sieben Kilometer lang meinen Trainer bei mir und jede Menge starke Männer um mich“, war die Schwäbin mit ihrer Zeit ganz zufrieden. „Das war noch einmal eine gute Trainingseinheit für die deutschen Halbmarathon-Meisterschaften nächste Woche in Griesheim“, konnte Kallenberg zwar nicht wie geplant die 36-Minuten-Marke knacken, sieht sich für Griesheim allerdings gut vorbereitet.

Ein positives Fazit zog auch Veranstalter TSV Sandhofen bei seinem Jubiläumslauf. Mit 1022 Startern in allen vier Wettbewerben war die Resonanz wie erhofft, allerdings ließen beim Hauptlauf nicht weniger als 300 angemeldete Läufer ihr Startrecht verfallen und erschienen nicht im Mannheimer Norden. „Da müssen wir uns natürlich etwas überlegen. Wir hätten bei diesem Wetter sicher noch viele Nachmeldungen annehmen können“, sagte TSV-Abteilungsleiter Armin Friedrich.

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