04.06.2011 | Mannheimer Morgen

Tüten, Töne und noch viel mehr

Einkaufsmusikfest: Heute „Ab in die Quadrate!“

Die Bands sind engagiert, der Zeitplan auf den Bühnen und Plätzen steht, die Geschäfte haben sich auf einen langen Shoppingabend eingerichtet. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen – auf dass am heutigen Samstag bei „Tüten und Töne“ weder Donnergrollen noch Regenplatschen erklingt. Nein, auf Händels Wassermusik hat beim vierten Mannheimer Einkaufsmusikfest keiner Lust. Die Werbegemeinschaft Mannheim City, die das klingende Einkaufsfestival organisiert hat, zieht mit Einzelhändlern und Gastronomen an einem Strang. „Uns war wichtig, dass alle mitmachen, sich alle engagieren“, betont Vorsitzender Lutz Pauels. In der Tat haben sich die Häuser etwas einfallen lassen. Beispielsweise spielen bei Engelhorn Mannheimer Philharmoniker auf den verschiedenen Etagen Brahms 4. Symphonie. Mode ist bunt. Musik ebenso. Deshalb werden am heutigen Samstag Jazz, Rock, Pop und Klassik geboten. Über 30 Bands bummeln durch die Innenstadt und präsentieren sich auf zwei festen Bühnen (Kapuzinerplanken sowie Paradeplatz). Von A wie „a capella pur“ bis W wie „Wolfs Voice“ reicht das vielseitige Angebot. Drum lautet das Festmotto: Zum etwas anderen Shopping „Ab in die Quadrate!“ – denn dort liegt von 16 bis 22 Musik in der Luft. Und zur Einstimmung wird vorab mächtig geswingt: Um 13 Uhr startet der „MM“ seine diesjährige „Jazz im Quadrat“-Konzertreihe. Die Sinatra Tribute Band und Max Niessendorfer spielen (ab 13 Uhr bis etwa 16 Uhr) auf den Kapuzinerplanken (Bühne O 6).

„Rem halten den Kopf hin“
Für die vierte Auflage von „Tüten und Töne“ wurden ganz neue, ungewöhnliche Kooperationspartner gewonnen. Beispielsweise laden die Reiss-Engelhorn-Museen passend zur nahenden Frauen-Fußball-WM und mit Blick auf eine geplante Sonderausstellung über Schädelkult zu einer Balljonglage (16 bis 20 Uhr Standort O 6) ein – augenzwinkernde Devise: „Die rem halten den Kopf hin.“ Und das im Quadrat J 5 gelegene Zentralinstitut für Seelische Gesundheit will das Ereignis nutzen, Infos über seine Einrichtung einzutüten und dabei (16 bis 17.30 Uhr im Therapiegebäude-Foyer) sphärische Töne anzuschlagen, bei denen sich eine afrikanische Harfe und ein westliches Saxofon „verbrüdern“. Das Einkauf-Musikfest bleibt keineswegs auf die Fußgängerzonen beschränkt: Vom Wasserturm bis zum Paradeplatz, vom Kurpfalzkreisel bis fast zum Schloss ist was los. Und natürlich auf den Planken, in der Fressgasse und in der Kunststraße.

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