04.06.2012 | Mannheimer Morgen

In Mannheim spielt die Musik

Tüten und Töne: Fünfte Auflage des Kulturspektakels in den Einkaufsstraßen der Innenstadt / „Jazz im Quadrat“ des „MM“ als Auftakt


Die Musikstadt Mannheim macht ihrem Namen einmal mehr alle Ehre: Bei der inzwischen fünften Auflage des Einkaufsmusikfestivals „Tüten und Töne“ spielen Einzelhandel, Musikwirtschaft und Kulturförderung am Samstag, 2. Juni, harmonisch zusammen. „Gut 40 Gruppen, Bands und Ensembles sind dabei“, wie Janina Klabes, städtische Clustermanagerin Musikwirtschaft, und Gerburg Maria Müller, künstlerische Leiterin des Projekts „Wir“, sowie Lutz Pauels, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Mannheim-City, die das Festival veranstaltet, gestern ankündigten.

Das musikalische Spektrum, so freute sich auch Kultur- und Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch (CDU), reicht dabei von Hip-Hop über Jazz, Rock und Pop bis hin zur Mannheimer Schule, die in diesem Jahr erstmals vom renommierten Kurpfälzischen Kammerorchester (KKO) vertreten sein wird. Das traditionsreiche Ensemble feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen und intoniert bei Kaufhof am Paradeplatz im Schaufenster barocke Werke aus der Kurfürstenzeit. „Wir sind sehr gespannt, wie das funktioniert“, so der Geschäftsführer des Warenhauses, Hendrik Hoffmann.

Die Mannheimer Philharmoniker, als zweites klassisches Ensemble auf dem „Tüten und Töne“-Spielplan, werden bei Engelhorn an den Kapuzinerplanken an ihren furiosen Auftritt vom vergangenen Jahr anknüpfen. Dort, unweit des Blumepeter- Denkmals, startet um 13 Uhr die beliebte „MM“-Konzertreihe „Jazz im Quadrat“ mit Nicole Jo in die Saison 2012.

„Es sind alle Passagen und alle großen Kaufhäuser mit von der Partie“, freut sich Pauels über die gute Resonanz, die „Tüten und Töne“ inzwischen beim Publikum und bei den Geschäftsleuten findet. Deswegen appelliert er an die Kaufleute, deren Geschäfte sich in den Nebenstraßen befinden, die Ladentüren am Samstag ebenfalls bis in die Abendstunden offen zu halten. „Die Umsätze waren im März sehr gut“, fügt Sven Runge vom Einzelhandelsverband Nordbaden an, „sie lagen gut 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau“. Doch nach dem Dreiklang Stadtmarathon, Katholikentag und Stadtfest im Mai wünscht sich die Kaufmannschaft ein Angebot, das ihnen mehr Kunden unmittelbar ins Geschäft führt.

Aus diesem Grund verzichten die „Tüten-und-Töne“-Macher in diesem Jahr auf die zentralen Bühnen am Paradeplatz und an den Kapuzinerplanken. Pauels: „Die Musiker spielen direkt in den Passagen und Kaufhäusern.“ Nach dem „Jazz im Quadrat“ (13 bis 16 Uhr) nehmen ab 16 Uhr mobile und stationäre Bands, „Walking Acts“, Solisten und Gruppen ihre Instrumente hoch und bringen die Quadrate buchstäblich zum Summen und Brummen.

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